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    <updated>2026-11-02T07:20:01+01:00</updated>
    <author>
        <name>Oliver Pifferi</name>
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        <title>Wenn Projekte scheitern - ein (persönliches) Drei-Jahres-Recap</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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        <updated>2026-11-01T08:30:01+01:00</updated>
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                    Vor drei Jahren habe ich mich auf ein neues Projekt eingelassen, voll des Tatendranges. Heute bin ich deutlich schlauer - ein kleines, nachdenkliches Recap! Dreieinhalb Jahre ist nun ein Gespräch her, das mich und insgesamt zwei Teams komoplett überzeugt hat: Tapetenwechsel nach siebeneinhalb Jahren, viel Potential, viele Ideen, “alles sei möglich” und überhaupt - wo der Staub der Vergangenheit und der fehlende Fortschritt die Bremse waren, stellte sich diese Perspektive als virtuelles Gaspedal in die eigene Zukunft dar. Zu gut, um wahr zu sein - und wahr zu werden, das weiß ich spätestens heute, wo sich der Antritt an neuer Wirkungsstätte zum dritten Mal offiziell jährt. Zugegeben - man hat seinen Job gut gemacht, eben diesen Tapetenwechsel als nächsten perfekten Schritt zu verkaufen. Klares Commitment, klare Aufmerksamkeit, Vorschuß-Wertschätzung: Das fühlte sich schon gut an und ich glaube, genau das sollte auch so sein. Wie das aber mit dem Pakt, den man mit anderen (ich möchte nicht despektierlich wirken und “dem Teufel” sagen) eingeht, eben so ist - jede Licht- hat auch ihre Schattenseite(n), aber die Summe erstaunt in der eigenen Retrospektive nach drei Jahren schon. Sind wir ehrlich, im ersten Jahr hat man es noch auf die Anfangsschwierigkeiten geschoben und im zweiten Jahr war die eigene Review-Deadline eigentlich schon erschöpft und hat nur aufgrund einer neuen und der einzig logischen regionalen Aufteilung das dritte Jahr ermöglicht. Dieses dritte Jahr ist nun vorbei und der Kurs nun ungewisser denn jemals zu vor, angetrieben durch eine Quartals-fokussierte Hast und dem Versuch, trotz größtenteils toll harmonierender Menschen Ziele zu erreichen, für deren Erreichung man auch nach drei Jahren nur ein unzureichendes Toolset hat. Wenn zudem die Regionalität nicht passt und die Denke im nördlich-westlichen Bereichs Deutschlands sich fast gänzlich von der Denke der südlichen Gefilde unterscheidet, ist das schon einmal ein Faktor, den man schlichtweg hemmungslos unterschätzt hat: Ich weiß, warum ich Nordrhein-Westfalen so selten wie möglich verlassen möchte und warum der einzige Weg eigentlich eher hoch in den Norden (Hamburg -&gt; Skandinvavien) geht - und die Bestätigungen dafür bekommt man in Sachen Mindset Tag für Tag präsentiert. Wenn der Wandel, den man seinerzeit einläuten wollte, durch das antiquitierte Geschäft von gestern - transaktional um jeden Preis - gebremst wird und das moderne Business getrieben durch Politik, Intrigen und dem subtilen Nicht-Tun außerhalb von Regionen einfach nicht ans Fliegen kommt, wird auch das Buzzword “KI” nichts daran ändern und plötzlich den unique selling Point in Form des sprichwörtlich goldenen Kalbs manifestieren lassen. Kollaboration besteht nicht nur auf dem Papier und wo es eher um Machterhalt denn um eine gemeinsame Strategie innerhalb eines Unternehmens geht, ist der Ausgang klar - ein gemeinsames Projekt verträgt weder Selbstdarsteller noch Menschen, die konträr zu den Unternehmenszielen arbeiten! Nicht der vorhandene Wasserkopf, nicht Führungskräfte, die nur strategisch (und bewusst falsch) platziert worden sind und hier weder führen noch “Kraft” - dafür aber “Geschmäckle” mitbringen (hallo, Zitronenfalter!) - oder gar einige der lang angestellten Mitarbeiter:innen von “früher” werden ihre Schlüsse ziehen - sondern die, die am Ende eigentlich noch etwas bewegen woll(t)en. “Ressourcen aufbauen” heisst nicht “Ressourcen innerhalb einer Unternehmenseinheit regional bündeln” und andere wirtschaftlich starke Regionen bewusst ausbremsen. Ein Brand aufbauen heisst eben auch nicht, einfach nur Büros aus dem Boden sprießen zu lassen, ohne eine regionale Identität schaffen zu wollen. “Sichtbarkeit” inpliziert, eine am Markt eigentlich auch nach knapp vier Jahren unbekannten Marke sichtbar zu platzieren und sich durch regionale Bindung einen Namen zu machen - es sei denn, es ist eigentlich niemals so gewollt gewesen! Möglichkeiten zum Zuhören gab es genug - Feedback verteilt über Wochen, Monate und Jahre. Auch Inspirationen für modernes Hexenwerk im Dienstleistungssektor, was bei 90% der Marktbegleiter auch kalkularisch wie technisch gut funktioniert, wurden geteilt - mit dem Ergebnis, dass man dies entweder nicht verstanden hat oder nicht verstehen wollte, weil Kräfte im Unternehmen mit einer eigenen konträren Strategie genau das verhindern wollten. Doch wenn plötzlich jemand kommt, der wiederum jemanden kennt und einen Bereich verantworten soll, wo andere (aus Gründen und an bewusst platzierten internen Blockaden) gescheitert sind und für den diese Person noch nicht einmal ansatzweise die Befähigung mitbringt, ist das keine Strategie, sondern - gelinde gesagt - nur noch Hohn und Spott und man weiß: Eine Hand wäscht die andere - leider auf Kosten der Gesamtunternehmung! Projekte scheitern - das ist (eigentlich) normal und muss nicht zwingend schlecht sein. Die Frage ist, wie man damit umgeht, welche Lehren man daraus zieht oder ob man überhaupt welche daraus zieht respektive wirklich etwas ändern möchte: “Change” bedeutet, auch unliebsame alte Angewohnheiten ad acta zu legen, auf frische Kräfte zu hören, die Veränderung auch zu wollen, alte Zöpfe endlich abzuschneiden - um dann gemeinsam um die “Milestones” herum das Projekt zu bewerten, gegenzusteuern oder einen gänzlich anderen Kurs einzuschlagen. Ist das alles nicht im Bereich des Möglichen, muss man sich über das Scheitern nicht wundern - denn ein halbherzig umgesetztes und gesteuertes Projekt steht von Anfang an auf tönernen Füssen und kann eigentlich nicht erfolgreich werden, frei nach dem Motto: “Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt” - alter Wein in neuen Schläuchen ist kein objektiver Wandel. Ich für meinen Teil möchte bewegen, möchte ändern, möchte die Leute, die noch Lust haben und (auch lange vor meiner Zeit) leere Versprechungen gehört haben, begeistern. Es gibt sie (noch), diese Leute - doch viele funktionieren aus Gründen, die ich mittlerweile selbst blind nachvollziehen kann, einfach nur noch so - weil sie sich eben mit den Gegebenheiten arrangiert haben. Das kann ich nicht, das will ich nicht - und ja, der wirtschaftliche Faktor auf dem monatlichen Kontoauszug ist toll, am Ende schafft er aber eine Dysbalace, die auch mit entsprechenden Euro-Beträgen nicht aufzuwiegen ist. Weil eben die Zufriedenheit fehlt, etwas sinnvolles und nachhaltiges zum Allgemeinwohl beigetragen zu haben - und das ist (zumindest für mich) eine der primären Motivationen und Aspekte, an denen ich meine Wirkung im Job messen mag. Fazit: Dieser Beitrag klingt in der Retrospektive absolut enttäuscht - und genau das spiegelt auch mein&hellip;
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                <h2 id="vor-drei-jahren-habe-ich-mich-auf-ein-neues-projekt-eingelassen-voll-des-tatendranges-heute-bin-ich-deutlich-schlauer---ein-kleines-nachdenkliches-recap">Vor drei Jahren habe ich mich auf ein neues Projekt eingelassen, voll des Tatendranges. Heute bin ich deutlich schlauer - ein kleines, nachdenkliches Recap!</h2>
<p>Dreieinhalb Jahre ist nun ein Gespräch her, das mich und insgesamt zwei Teams komoplett überzeugt hat: Tapetenwechsel nach siebeneinhalb Jahren, viel Potential, viele Ideen, “alles sei möglich” und überhaupt - wo der Staub der Vergangenheit und der fehlende Fortschritt die Bremse waren, stellte sich diese Perspektive als virtuelles Gaspedal in die eigene Zukunft dar. Zu gut, um wahr zu sein - und wahr zu werden, das weiß ich spätestens heute, wo sich der Antritt an neuer Wirkungsstätte zum dritten Mal offiziell jährt.</p><p>Zugegeben - man hat seinen Job gut gemacht, eben diesen Tapetenwechsel als nächsten perfekten Schritt zu verkaufen. Klares Commitment, klare Aufmerksamkeit, Vorschuß-Wertschätzung: Das fühlte sich schon gut an und ich glaube, genau das sollte auch so sein. Wie das aber mit dem Pakt, den man mit anderen (ich möchte nicht despektierlich wirken und “dem Teufel” sagen) eingeht, eben so ist - jede Licht- hat auch ihre Schattenseite(n), aber die Summe erstaunt in der eigenen Retrospektive nach drei Jahren schon. Sind wir ehrlich, im ersten Jahr hat man es noch auf die Anfangsschwierigkeiten geschoben und im zweiten Jahr war die eigene Review-Deadline eigentlich schon erschöpft und hat nur aufgrund einer neuen und der einzig logischen regionalen Aufteilung das dritte Jahr ermöglicht. Dieses dritte Jahr ist nun vorbei und der Kurs nun ungewisser denn jemals zu vor, angetrieben durch eine Quartals-fokussierte Hast und dem Versuch, trotz größtenteils toll harmonierender Menschen Ziele zu erreichen, für deren Erreichung man auch nach drei Jahren nur ein unzureichendes Toolset hat.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/charlesdeluvio-Lks7vei-eAg-unsplash.jpg" alt="Image description" width="5418" height="3612" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/charlesdeluvio-Lks7vei-eAg-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/charlesdeluvio-Lks7vei-eAg-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/charlesdeluvio-Lks7vei-eAg-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/charlesdeluvio-Lks7vei-eAg-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Wenn zudem die Regionalität nicht passt und die Denke im nördlich-westlichen Bereichs Deutschlands sich fast gänzlich von der Denke der südlichen Gefilde unterscheidet, ist das schon einmal ein Faktor, den man schlichtweg hemmungslos unterschätzt hat: Ich weiß, warum ich Nordrhein-Westfalen so selten wie möglich verlassen möchte und warum der einzige Weg eigentlich eher hoch in den Norden (Hamburg -&gt; Skandinvavien) geht - und die Bestätigungen dafür bekommt man in Sachen Mindset Tag für Tag präsentiert. Wenn der Wandel, den man seinerzeit einläuten wollte, durch das antiquitierte Geschäft von gestern - transaktional um jeden Preis - gebremst wird und das moderne Business getrieben durch Politik, Intrigen und dem subtilen Nicht-Tun außerhalb von Regionen einfach nicht ans Fliegen kommt, wird auch das Buzzword “KI” nichts daran ändern und plötzlich den unique selling Point in Form des sprichwörtlich goldenen Kalbs manifestieren lassen. Kollaboration besteht nicht nur auf dem Papier und wo es eher um Machterhalt denn um eine gemeinsame Strategie innerhalb eines Unternehmens geht, ist der Ausgang klar - ein gemeinsames Projekt verträgt weder Selbstdarsteller noch Menschen, die konträr zu den Unternehmenszielen arbeiten!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/my-life-through-a-lens-bq31L0jQAjU-unsplash.jpg" alt="Image description" width="3052" height="1717" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/my-life-through-a-lens-bq31L0jQAjU-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/my-life-through-a-lens-bq31L0jQAjU-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/my-life-through-a-lens-bq31L0jQAjU-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/my-life-through-a-lens-bq31L0jQAjU-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Nicht der vorhandene Wasserkopf, nicht Führungskräfte, die nur strategisch (und bewusst falsch) platziert worden sind und hier weder führen noch “Kraft” - dafür aber “Geschmäckle” mitbringen (hallo, Zitronenfalter!) - oder gar einige der lang angestellten Mitarbeiter:innen von “früher” werden ihre Schlüsse ziehen - sondern die, die am Ende eigentlich noch etwas bewegen woll(t)en. “Ressourcen aufbauen” heisst nicht “Ressourcen innerhalb einer Unternehmenseinheit regional bündeln” und andere wirtschaftlich starke Regionen bewusst ausbremsen. Ein Brand aufbauen heisst eben auch nicht, einfach nur Büros aus dem Boden sprießen zu lassen, ohne eine regionale Identität schaffen zu wollen. “Sichtbarkeit” inpliziert, eine am Markt eigentlich auch nach knapp vier Jahren unbekannten Marke sichtbar zu platzieren und sich durch regionale Bindung einen Namen zu machen - es sei denn, es ist eigentlich niemals so gewollt gewesen!</p><p>Möglichkeiten zum Zuhören gab es genug - Feedback verteilt über Wochen, Monate und Jahre. Auch Inspirationen für modernes Hexenwerk im Dienstleistungssektor, was bei 90% der Marktbegleiter auch kalkularisch wie technisch gut funktioniert, wurden geteilt - mit dem Ergebnis, dass man dies entweder nicht verstanden hat oder nicht verstehen wollte, weil Kräfte im Unternehmen mit einer eigenen konträren Strategie genau das verhindern wollten. Doch wenn plötzlich jemand kommt, der wiederum jemanden kennt und einen Bereich verantworten soll, wo andere (aus Gründen und an bewusst platzierten internen Blockaden) gescheitert sind und für den diese Person noch nicht einmal ansatzweise die Befähigung mitbringt, ist das keine Strategie, sondern - gelinde gesagt - nur noch Hohn und Spott und man weiß: Eine Hand wäscht die andere - leider auf Kosten der Gesamtunternehmung!</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/stefano-pollio-ZC0EbdLC8G0-unsplash.jpg" alt="Image description" width="4724" height="3543" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/stefano-pollio-ZC0EbdLC8G0-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/stefano-pollio-ZC0EbdLC8G0-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/stefano-pollio-ZC0EbdLC8G0-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/stefano-pollio-ZC0EbdLC8G0-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Projekte scheitern - das ist (eigentlich) normal und  muss nicht zwingend schlecht sein. Die Frage ist, wie man damit umgeht, welche Lehren man daraus zieht oder ob man überhaupt welche daraus zieht respektive wirklich etwas ändern möchte: “Change” bedeutet, auch unliebsame alte Angewohnheiten ad acta zu legen, auf frische Kräfte zu hören, die Veränderung auch zu wollen, alte Zöpfe endlich abzuschneiden - um dann gemeinsam um die “Milestones” herum das Projekt zu bewerten, gegenzusteuern oder einen gänzlich anderen Kurs einzuschlagen. Ist das alles nicht im Bereich des Möglichen, muss man sich über das Scheitern nicht wundern - denn ein halbherzig umgesetztes und gesteuertes Projekt steht von Anfang an auf tönernen Füssen und kann eigentlich nicht erfolgreich werden, frei nach dem Motto: “Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt” - alter Wein in neuen Schläuchen ist kein objektiver Wandel.</p><p>Ich für meinen Teil möchte bewegen, möchte ändern, möchte die Leute, die noch Lust haben und (auch lange vor meiner Zeit) leere Versprechungen gehört haben, begeistern. Es gibt sie (noch), diese Leute - doch viele funktionieren aus Gründen, die ich mittlerweile selbst blind nachvollziehen kann, einfach nur noch so - weil sie sich eben mit den Gegebenheiten arrangiert haben. Das kann ich nicht, das will ich nicht - und ja, der wirtschaftliche Faktor auf dem monatlichen Kontoauszug ist toll, am Ende schafft er aber eine Dysbalace, die auch mit entsprechenden Euro-Beträgen nicht aufzuwiegen ist. Weil eben die Zufriedenheit fehlt, etwas sinnvolles und nachhaltiges zum Allgemeinwohl beigetragen zu haben - und das ist (zumindest für mich) eine der primären Motivationen und Aspekte, an denen ich meine Wirkung im Job messen mag.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/jakub-zerdzicki-weJ7qyjHYwk-unsplash.jpg" alt="Image description" width="3000" height="1958" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/jakub-zerdzicki-weJ7qyjHYwk-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/jakub-zerdzicki-weJ7qyjHYwk-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/jakub-zerdzicki-weJ7qyjHYwk-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/16/responsive/jakub-zerdzicki-weJ7qyjHYwk-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Fazit: Dieser Beitrag klingt in der Retrospektive absolut enttäuscht - und genau das spiegelt auch mein eigenes Recap nach drei Jahren wider: Ich bin enttäuscht und desillusioniert, so bitter sich das anfühlt. Ein Gutes hat die Sache, denn die alte Weisheit “You’ll never stop learning” gilt nach wie vor: Man lernt einfach niemals aus, auch nicht in den späten 40ern - Zeit also, darüber nachzudenken, wie man die eigene Zukufnt gestaltet und wie sehr man künftigen, “blumigen” Versprechen im Vorfeld Glauben schenkt, denn: Hinterher ist man immer schlauer!</p>
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        <title>Pangolin: Alte Traefik-Zertifikate sauber entfernen</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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        <updated>2026-10-31T13:00:00+01:00</updated>
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                        <img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/14/pangolin.png" alt="" />
                    Mein Homelab basiert komplett auf einer zentralen Pangolin-Instanz. Mit der Zeit sammelten sich bei vielen Feldversuchen unzählige Zertifikate von teils nicht mehr verwendeten Hosts an. Die Lösung dafür gibt es nun in Form eines Skriptes! Vorab sei gesagt: Ja, das hier ist ein Vibecoding-Projekt, und es ist mit KI als Werkzeug aus einem konkreten Anwendungsfall entstanden. Darüber kann man kann jetzt denken, was man möchte - in meinem Fall hat aber ein spezifisches Problem dank vieler eigener Tests dafür gesorgt, dass der ein oder andere mit ähnlichen Problemen hier perspektivisch sauber aufräumen kann. Das Ziel: Niemand muss sich mehr mit Traefik und dem Zertifikatswesen dahinter auseinandersetzen oder händisch Konfigurationsdateien anfassen, sofern er/sie das nicht möchte! Vom Disclaimer also hin zum eigentlichen Problem: Pangolin ist das Rückgrat so ziemlich aller meiner Projekte und Webservices, die ich (nicht nur im Homelab) bis dato so betreibe. Da ich ja recht sprunghaft bin, was Namensgebung oder das Auf- wie auch Ableben von Services angeht, hat sich auf der zentralen Pangolin-Instanz über die Zeit einiges an Datenmüll angesammelt, der zwar nicht mehr im Pangolin-Backend sichtbar war, Traefik als Reverse Proxy aber permanent dazu genötigt hat, für längst gelöschte Domains permanent bei Let's Encrypt anzuklopfen. Was wir also für das Skript benötigen, ist relativ überschaubar: "jq" als installiertes Linux-Paket und einen laufenden Pangolin-Docker-Stack. Nachdem das Repository unter https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh entweder geklont oder die Datei einzeln heruntergeladen worden ist - bei mir im Verzeichnis /opt/pangolin), reicht ein erster Aufruf des Skriptes aus, um die Anzahl der installierten respektive verwaisten Zertifikate anzuzeigen: Das ist quasi der "dry run", in dem nichts angefasst und nur geschaut wird, was hier theoretisch aufzuräumen wäre. Der erneute Aufruf des Befehls mit dem Schalter "--delete" führt dann dazu, dass die alten Zertifikats-Requests samt der dazugehörigen Traefik-Daten gelöscht werden. Parallel dazu wird der Docker-Stack respektive - hier - der Traefik-Container neu gestartet. Während des Prozesses wird auch die acme.json-Konfigurationsdatei, die das Skript ja gezielt editiert, als Sicherheitskopie gespeichert, so dass man die Änderungen auch notfalls (manuell) rückgängig machen kann - dies ist auch entsprechend dokumentiert, für die Zukunft möchte ich diesen Prozess zudem auch gerne mit ins Skript einbinden. Eine entsprechende Anleitung findet man unter https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh/blob/main/README.md. Wer GitHub bewusst zu vermeiden versucht, findet einen Forgejo-Mirror auch unter https://code.pifferi.io/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh! Ein über die Monate gewachsenes Problem, eine Idee zur grundsätzlichen Lösung und - ja! - die (in meinen Augen) sinnvolle Nutzung von künstlicher Intelligenz haben mir geholfen, ein Problem, welches ich mangels Coding-Fähigkeiten allein niemals hätte auf die Beine stellen können, zu lösen. Abseits der aktuellen Diskussionen über KI/AI, die auch im Großen und Ganzen komplett valide und angebracht sind und die ich auch teile, ist dieses Skript eine Basis, mit der ich persönlich arbeiten kann und das/die ich daher gerne teilen möchte: Vielleicht auch mit der Idee, es zu verbessern, zu reviewen oder einfach an die jeweiligen individuellen Bedürfnisse anzupassen - und oder gerade, weil mir hier künstliche Intelligenz geholfen hat, ein eigenes technisches Problem sinnvoll zu lösen!
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                <h2>Mein Homelab basiert komplett auf einer zentralen <a href="https://pangolin.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pangolin</a>-Instanz. Mit der Zeit sammelten sich bei vielen Feldversuchen unzählige Zertifikate von teils nicht mehr verwendeten Hosts an. Die Lösung dafür gibt es nun in Form eines Skriptes!</h2>
<p>Vorab sei gesagt: Ja, das hier ist ein Vibecoding-Projekt, und es ist mit KI als Werkzeug aus einem konkreten Anwendungsfall entstanden. Darüber kann man kann jetzt denken, was man möchte - in meinem Fall hat aber ein spezifisches Problem dank vieler eigener Tests dafür gesorgt, dass der ein oder andere mit ähnlichen Problemen hier perspektivisch sauber aufräumen kann. Das Ziel: Niemand muss sich mehr mit Traefik und dem Zertifikatswesen dahinter auseinandersetzen oder händisch Konfigurationsdateien anfassen, sofern er/sie das nicht möchte!</p>
<p>Vom Disclaimer also hin zum eigentlichen Problem: Pangolin ist das Rückgrat so ziemlich aller meiner Projekte und Webservices, die ich (nicht nur im Homelab) bis dato so betreibe. Da ich ja recht sprunghaft bin, was Namensgebung oder das Auf- wie auch Ableben von Services angeht, hat sich auf der zentralen Pangolin-Instanz über die Zeit einiges an Datenmüll angesammelt, der zwar nicht mehr im Pangolin-Backend sichtbar war, Traefik als Reverse Proxy aber permanent dazu genötigt hat, für längst gelöschte Domains permanent bei Let's Encrypt anzuklopfen.</p>
<p>Was wir also für das Skript benötigen, ist relativ überschaubar: "jq" als installiertes Linux-Paket und einen laufenden Pangolin-Docker-Stack. Nachdem das Repository unter <a href="https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh/blob/main/README.md"></a><a href="https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh/blob/main/README.md" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh</a> entweder geklont oder die Datei einzeln heruntergeladen worden ist - bei mir im Verzeichnis /opt/pangolin), reicht ein erster Aufruf des Skriptes aus, um die Anzahl der installierten respektive verwaisten Zertifikate anzuzeigen: Das ist quasi der "dry run", in dem nichts angefasst und nur geschaut wird, was hier theoretisch aufzuräumen wäre. Der erneute Aufruf des Befehls mit dem Schalter "--delete" führt dann dazu, dass die alten Zertifikats-Requests samt der dazugehörigen Traefik-Daten gelöscht werden. Parallel dazu wird der Docker-Stack respektive - hier - der Traefik-Container neu gestartet.</p>
<figure class="post__image"><img loading="lazy"  src="https://blog.pifferi.net/media/posts/14/florian-olivo-4hbJ-eymZ1o-unsplash.jpg" alt="" width="6000" height="4000" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/14/responsive/florian-olivo-4hbJ-eymZ1o-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/14/responsive/florian-olivo-4hbJ-eymZ1o-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/14/responsive/florian-olivo-4hbJ-eymZ1o-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/14/responsive/florian-olivo-4hbJ-eymZ1o-unsplash-lg.webp 1024w"></figure>
<p>Während des Prozesses wird auch die acme.json-Konfigurationsdatei, die das Skript ja gezielt editiert, als Sicherheitskopie gespeichert, so dass man die Änderungen auch notfalls (manuell) rückgängig machen kann - dies ist auch entsprechend dokumentiert, für die Zukunft möchte ich diesen Prozess zudem auch gerne mit ins Skript einbinden. Eine entsprechende Anleitung findet man unter <a href="https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh/blob/main/README.md" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://github.com/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh/blob/main/README.md</a>. Wer GitHub bewusst zu vermeiden versucht, findet einen Forgejo-Mirror auch unter <a href="https://code.pifferi.io/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh">https://code.pifferi.io/hr4fn46ud/traefik-acme-cleanup.sh</a>!</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ein über die Monate gewachsenes Problem, eine Idee zur grundsätzlichen Lösung und - ja! - die (in meinen Augen) sinnvolle Nutzung von künstlicher Intelligenz haben mir geholfen, ein Problem, welches ich mangels Coding-Fähigkeiten allein niemals hätte auf die Beine stellen können, zu lösen. Abseits der aktuellen Diskussionen über KI/AI, die auch im Großen und Ganzen komplett valide und angebracht sind und die ich auch teile, ist dieses Skript eine Basis, mit der ich persönlich arbeiten kann und das/die ich daher gerne teilen möchte: Vielleicht auch mit der Idee, es zu verbessern, zu reviewen oder einfach an die jeweiligen individuellen Bedürfnisse anzupassen - und oder gerade, weil mir hier künstliche Intelligenz geholfen hat, ein eigenes technisches Problem sinnvoll zu lösen!</p>
<p> </p>
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        <title>Warum nicht einfach mal Publii versuchen?</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
        <link href="https://blog.pifferi.net/warum-nicht-einfach-mal-publii-versuchen/"/>
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        <updated>2026-10-26T14:25:37+01:00</updated>
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                    Zugegeben - ich bin sehr sprunghaft, was Lösungen und Workflows angeht. Einiges überdauert, vieles ändert sich häufiger, als mir eigentlich lieb ist. So auch der Drang zum Bloggen - und die entsprechenden Plattformen dafür. Okay, die Wordpress-Zeiten habe ich bereits lange hinter mir gelassen - was damals zu Zeiten, wo Blogs gerade aufpoppten, eine tolle Software war und das reine Blog im Vordergrund hatte, ist heute ein Mega-CMS mit zig Möglichkeiten, Plugins, Themes und eben dem Ökosystem dahinter. Über die Jahre habe ich Sachen ausprobiert (auch Classic Press), aber oftmals ist es an dem Workflow gescheitert - oder an dem “Wie-strukturiere-ich-die-Seite-samt-Optik”-Faktor, die für einen nicht grafischen Mensch mehr Arbeit bedeutete als das Bloggen an sich. Zwischendurch kam dann die Phase der statischen Webseites zurück, ich probierte mit Jekyll und Hugo herum, nur um Ghost als Produkt (dank der Verzahnung mit dem Publishing-Workflow in Ulysses und dem iA Writer unter macOS) am Ende wieder viel besser zu finden - entsprach das doch eigentlich der Simplizität der Medium-Oberfläche, die mich und meine Gedanken seinerzeit durch die Corona-Zeit trug. Mittlerweile will ich einfach nur noch etwas öffnen, schreiben, veröffentlichen - und dann stolperte ich letztens über Publii: Eine plattformübergreifende App für macOS, Linux und Windows, quelloffen und mit direkter Veröffentlichungsmöglichkeiten in Richtung (S)FTP, S3, GitHub Pages etc. pp. - Grund genug, sich das Ganze einmal anzuschauen und - vor allem getrieben durch PHP2Shell - wieder mehr auf klassisches Flat-File-Blogging zu setzen. Die App war schnell heruntergeladen und trotz vieler Einstellmöglichkeiten findet man erst einmal alles, was mab braucht: Ein Plugin- und Theme-System erweitern das Portfolio - teilweise kostenpflichtig, Blogging und Publishing geschieht in der App, die Datenverwaltung der Websites (ja, multimandantenfähig ist Publii auch) geschieht standardmässig lokal. Klang für den Anfang fast zu gut, um wahr zu sein - für den klassischen Start mit einer klassischen Blogidee ist aber in der Tat alles direkt verfügbar und der Fokus liegt beim Output auch auf sauberes HTML und CSS mit automatisch generierten XML-Sitemaps und genereller - auch DSGVO-konformer - Datenschutzfreundlichkeit. Der Editor kann im klassischen WYSIWYG-, im Block-Editor- (so ganz ohne Wordpress-Nostalgie geht es dann doch nicht) oder reinem Markdown-Stil verwendet werden und sollte somit alle Lager “befrieden” können. Plugins und Themes erweitern den Funktionsumfang respektive die Optik - in meinem Fall musste ich allerdings ein selbst erstelltes Theme von Pure Blog noch einmal adaptieren und anhand der Theme-Struktur von Publii anpassen, was mit ein wenig Fummeln (und dem sinnvollen Einsatz eines digitalen Helferleins) durchaus gelungen ist. Gleiches gilt auch für die Plugins - ein Importer von Wordpress existierte zwar, meine in iA Writer / Markdown verfassten Posts konnte ich aber nicht direkt importieren, so dass auch hier ein wenig künstliche Intelligenz respektive OpenAI Codex dabei half, einen passenden Importer zu bauen. Dieser löste genau das Problem - die (überschaubare) Anzahl an Posts wanderte dann in Publii, wo ich nur noch ein wenig Hand anlegen, die Daten anpassen und die Bilder neu in die Artikeln ziehen musste. Für den Moment ist Publii eigentlich genau das, was ich suche - eine Datenbank benötige ich nicht mehr und bin auch nicht mehr von PHP abhängig. Theming &amp; Plugins reichen für den Anfang aus bzw. ist die Lernkurve beim Anpassen vorhandener Themes überschaubar. Der Editor und Publishing-Plattform funktionieren anstandslos, das Schreiben von Beiträgen ist auch offline möglich und Markdown wird unterstützt. Die Datenerhaltung erfolgt primär lokal, kann aber auch in Richtung Nextcloud &amp; Co. konfiguriert werden - ebenso wie die Backups der Sites. Der klassische Webspace beim Hoster des Vertrauens kann direkt für die Veröffentlichung genutzt werden, so dass das eigene Blog schnell und sicher ans Fliegen kommt: Trotz der Versionsnummer 0.48.1 ist Publii bereits eine sehr wertige Blogging-Plattform, die auch bei den einzelnen Betriebssystemen keine Grenzen zieht und das Flat-File-Blogging so einfach wie selten zuvor macht. Ist Publii nun das Allheilmittel für Nicht-PHP-CMS-Systeme? Sicherlich nicht, denn zu verschieden sind die einzelnen Ansprüche. Wer eine Kommentarfunktion benötigt, kann/muss diese beispielsweise extern anbinden - und ist dann gegebenenfalls doch wieder auf PHP und eine Datenbank angewiesen. Für meinen “Use Case” ist Publii aber noch ein wenig runder als Pure Blog - eben weil ich alles in der App auf dem Rechner vorbereiten kann und mir das parallele Vorschreiben spare. Was aktuell noch fehlt, ist eine Export-Funktion beziehungsweise das passende Plugin: Daran gilt es noch zu arbeiten, aber für den Moment ist mein “Switch” perfekt und dieser Beitrag stellt den ersten auf der neuen Plattform dar. Schauen wir einmal, was wird - von daher: Warum nicht einfach mal auch Publii versuchen?
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                <h2 id="zugegeben---ich-bin-sehr-sprunghaft-was-lösungen-und-workflows-angeht-einiges-überdauert-vieles-ändert-sich-häufiger-als-mir-eigentlich-lieb-ist-so-auch-der-drang-zum-bloggen---und-die-entsprechenden-plattformen-dafür">Zugegeben - ich bin sehr sprunghaft, was Lösungen und Workflows angeht. Einiges überdauert, vieles ändert sich häufiger, als mir eigentlich lieb ist. So auch der Drang zum Bloggen - und die entsprechenden Plattformen dafür.</h2>
<p>Okay, die Wordpress-Zeiten habe ich bereits lange hinter mir gelassen - was damals zu Zeiten, wo Blogs gerade aufpoppten, eine tolle Software war und das reine Blog im Vordergrund hatte, ist heute ein Mega-CMS mit zig Möglichkeiten, Plugins, Themes und eben dem Ökosystem dahinter. Über die Jahre habe ich Sachen ausprobiert (auch Classic Press), aber oftmals ist es an dem Workflow gescheitert - oder an dem “Wie-strukturiere-ich-die-Seite-samt-Optik”-Faktor, die für einen nicht grafischen Mensch mehr Arbeit bedeutete als das Bloggen an sich.</p><p>Zwischendurch kam dann die Phase der statischen Webseites zurück, ich probierte mit Jekyll und Hugo herum, nur um Ghost als Produkt (dank der Verzahnung mit dem Publishing-Workflow in Ulysses und dem iA Writer unter macOS) am Ende wieder viel besser zu finden - entsprach das doch eigentlich der Simplizität der Medium-Oberfläche, die mich und meine Gedanken seinerzeit durch die Corona-Zeit trug. Mittlerweile will ich einfach nur noch etwas öffnen, schreiben, veröffentlichen - und dann stolperte ich letztens über <a href="https://getpublii.com">Publii</a>: Eine plattformübergreifende App für macOS, Linux und Windows, <a href="https://github.com/GetPublii/Publii">quelloffen</a> und mit direkter Veröffentlichungsmöglichkeiten in Richtung (S)FTP, S3, GitHub Pages etc. pp. - Grund genug, sich das Ganze einmal anzuschauen und - vor allem getrieben durch PHP2Shell - wieder mehr auf klassisches Flat-File-Blogging zu setzen.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/13/publii_webseiten_konfiguration.jpg" alt="Image description" width="1624" height="964" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_webseiten_konfiguration-lg.webp 1024w"></figure><p>Die App war schnell heruntergeladen und trotz vieler Einstellmöglichkeiten findet man erst einmal alles, was mab braucht: Ein Plugin- und Theme-System erweitern das Portfolio - teilweise kostenpflichtig, Blogging und Publishing geschieht in der App, die Datenverwaltung der Websites (ja, multimandantenfähig ist Publii auch) geschieht standardmässig lokal. Klang für den Anfang fast zu gut, um wahr zu sein - für den klassischen Start mit einer klassischen Blogidee ist aber in der Tat alles direkt verfügbar und der Fokus liegt beim Output auch auf sauberes HTML und CSS mit automatisch generierten XML-Sitemaps und genereller - auch DSGVO-konformer - Datenschutzfreundlichkeit. Der Editor kann im klassischen WYSIWYG-, im Block-Editor- (so ganz ohne Wordpress-Nostalgie geht es dann doch nicht) oder reinem Markdown-Stil verwendet werden und sollte somit alle Lager “befrieden” können.</p><p>Plugins und Themes erweitern den Funktionsumfang respektive die Optik - in meinem Fall musste ich allerdings ein selbst erstelltes Theme von Pure Blog noch einmal adaptieren und anhand der Theme-Struktur von Publii anpassen, was mit ein wenig Fummeln (und dem sinnvollen Einsatz eines digitalen Helferleins) durchaus gelungen ist. Gleiches gilt auch für die Plugins - ein Importer von Wordpress existierte zwar, meine in iA Writer / Markdown verfassten Posts konnte ich aber nicht direkt importieren, so dass auch hier ein wenig künstliche Intelligenz respektive OpenAI Codex dabei half, einen passenden Importer zu bauen. Dieser löste genau das Problem - die (überschaubare) Anzahl an Posts wanderte dann in Publii, wo ich nur noch ein wenig Hand anlegen, die Daten anpassen und die Bilder neu in die Artikeln ziehen musste.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/13/publii_artikel.jpg" alt="Image description" width="1624" height="964" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_artikel-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_artikel-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_artikel-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_artikel-lg.webp 1024w"></figure><p>Für den Moment ist Publii eigentlich genau das, was ich suche - eine Datenbank benötige ich nicht mehr und bin auch nicht mehr von PHP abhängig. Theming &amp; Plugins reichen für den Anfang aus bzw. ist die Lernkurve beim Anpassen vorhandener Themes überschaubar. Der Editor und Publishing-Plattform funktionieren anstandslos, das Schreiben von Beiträgen ist auch offline möglich und Markdown wird unterstützt. Die Datenerhaltung erfolgt primär lokal, kann aber auch in Richtung Nextcloud &amp; Co. konfiguriert werden - ebenso wie die Backups der Sites. Der klassische Webspace beim Hoster des Vertrauens kann direkt für die Veröffentlichung genutzt werden, so dass das eigene Blog schnell und sicher ans Fliegen kommt: Trotz der Versionsnummer 0.48.1 ist Publii bereits eine sehr wertige Blogging-Plattform, die auch bei den einzelnen Betriebssystemen keine Grenzen zieht und das Flat-File-Blogging so einfach wie selten zuvor macht.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/13/publii_publish.jpg" alt="Image description" width="1324" height="672" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_publish-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_publish-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_publish-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/13/responsive/publii_publish-lg.webp 1024w"></figure><p>Ist Publii nun das Allheilmittel für Nicht-PHP-CMS-Systeme? Sicherlich nicht, denn zu verschieden sind die einzelnen Ansprüche. Wer eine Kommentarfunktion benötigt, kann/muss diese beispielsweise extern anbinden - und ist dann gegebenenfalls doch wieder auf PHP und eine Datenbank angewiesen. Für meinen “Use Case” ist Publii aber noch ein wenig runder als Pure Blog - eben weil ich alles in der App auf dem Rechner vorbereiten kann und mir das parallele Vorschreiben spare. Was aktuell noch fehlt, ist eine Export-Funktion beziehungsweise das passende Plugin: Daran gilt es noch zu arbeiten, aber für den Moment ist mein “Switch” perfekt und dieser Beitrag stellt den ersten auf der neuen Plattform dar. Schauen wir einmal, was wird - von daher: Warum nicht einfach mal auch Publii versuchen?</p>
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        <title>Der Mammutmarsch Dortmund 2026 - die 55km-Edition</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
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                    Drei 42er beim “Heimspiel” in Duisburg lagen schon hinter mir - nun wurde die Messlatte beim Mammutmarsch Dortmund ein wenig höher gelegt und die ersten 55km in einer durchaus “hügeligeren” Gegend waren fällig. Freitagabend also “Wettkampfmodus an”, Samstag früh um 03:30 Uhr aufstehen, 04:00 Uhr Abfahrt nach Dortmund, Start um 06:10 am Phoenixsee - mit so ziemlich allem gewappnet, was man so benötigen konnte, war doch mit Regen und (Gegen-) Wind zu rechnen - also quasi dem me­te­o­ro­lo­gischen Pendant zum daily Business! Es gab Höhen (viele) und Tiefen - sowohl geographisch als auch mentale und nichts ist ärgerlicher, als - verursacht durch viele gute Gespräche den ersten Versorgungspunkt verpasst zu haben und erst nach 20km die erste Pause machen zu können. Auch hier wieder die klassische Metapher zum Alltag - das Ziel im Blick, die Meilensteine aber (unbewusst) ausgeblendet - immerhin durch konstruktive Gespräche und nicht durch das reine Ausatmen heißer Luft. Am Ende war und musste der Fokus wieder da sein, denn 15 Kilometer vor dem Ziel war der Kopfmodus sicherlich hilfreicher, als auf die Zipperlein des eigenen Körpers zu hören - aber nichts ist höher anzurechnen, als das Ziel aus eigener Kraft zu erreichen! Die Top-Learnings dieses Mammutmarsches (und hier lernt man wirklich nie aus!): Das wundervolle Ruhrgebiet ist damit eigentlich mangels Alternativen quasi “abgehakt” - die Saison quasi auch. Zeit, also endlich mal in den hohen Norden zu schielen, denn sowohl Aarhus im März als auch Göteborg im September 2027 qualifizieren sich gerade für ganz neue Herausforderungen. Geographisch sicherlich flacher, aber sicherlich nicht weniger fordernd und mit einer auch nicht weniger hübschen Location! Innerer Schweinehund, Du darfst Dich jetzt erst einmal wieder hinlegen!
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                <h2 id="drei-42er-beim-heimspiel-in-duisburg-lagen-schon-hinter-mir---nun-wurde-die-messlatte-beim-mammutmarsch-dortmund-ein-wenig-höher-gelegt-und-die-ersten-55km-in-einer-durchaus-hügeligeren-gegend-waren-fällig">Drei 42er beim “Heimspiel” in Duisburg lagen schon hinter mir - nun wurde die Messlatte beim Mammutmarsch Dortmund ein wenig höher gelegt und die ersten 55km in einer durchaus “hügeligeren” Gegend waren fällig.</h2>
<p>Freitagabend also “Wettkampfmodus an”, Samstag früh um 03:30 Uhr aufstehen, 04:00 Uhr Abfahrt nach Dortmund, Start um 06:10 am Phoenixsee - mit so ziemlich allem gewappnet, was man so benötigen konnte, war doch mit Regen und (Gegen-) Wind zu rechnen - also quasi dem me­te­o­ro­lo­gischen Pendant zum daily Business!</p><p>Es gab Höhen (viele) und Tiefen - sowohl geographisch als auch mentale und nichts ist ärgerlicher, als - verursacht durch viele gute Gespräche den ersten Versorgungspunkt verpasst zu haben und erst nach 20km die erste Pause machen zu können. Auch hier wieder die klassische Metapher zum Alltag - das Ziel im Blick, die Meilensteine aber (unbewusst) ausgeblendet - immerhin durch konstruktive Gespräche und nicht durch das reine Ausatmen heißer Luft. Am Ende war und musste der Fokus wieder da sein, denn 15 Kilometer vor dem Ziel war der Kopfmodus sicherlich hilfreicher, als auf die Zipperlein des eigenen Körpers zu hören - aber nichts ist höher anzurechnen, als das Ziel aus eigener Kraft zu erreichen!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/15/mammutmarsch_elefant.jpeg" alt="Image description" width="4096" height="3072" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_elefant-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_elefant-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_elefant-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_elefant-lg.webp 1024w"></figure><p>Die Top-Learnings dieses Mammutmarsches (und hier lernt man wirklich nie aus!):</p><ul>
<li>Leistung wird (anders als oftmals im Alltag) belohnt - wer keine halben Sachen macht, durchzieht und aus eigener Kraft und ohne “Schummeln” die Ziellinie erreicht, hat jeden Respekt verdient!</li>
<li>Viele Menschen (hier waren es erneut über 10000!) auf eine Mission einzuschwören, ist eigentlich gar nicht so schwer!</li>
<li>Und vor allem: Schätze die Leute, die gemeinsam mit Dir auch ein gemeinsames Ziel erreichen und an einem Strang ziehen wollen - davon gibt es oft schlichtweg zu wenige!</li>
</ul>
<figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/15/mammutmarsch_hohensyburg-2.jpeg" alt="Image description" width="4096" height="3072" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_hohensyburg-2-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_hohensyburg-2-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_hohensyburg-2-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/15/responsive/mammutmarsch_hohensyburg-2-lg.webp 1024w"></figure><p>Das wundervolle Ruhrgebiet ist damit eigentlich mangels Alternativen quasi “abgehakt” - die Saison quasi auch. Zeit, also endlich mal in den hohen Norden zu schielen, denn sowohl Aarhus im März als auch Göteborg im September 2027 qualifizieren sich gerade für ganz neue Herausforderungen. Geographisch sicherlich flacher, aber sicherlich nicht weniger fordernd und mit einer auch nicht weniger hübschen Location! Innerer Schweinehund, Du darfst Dich jetzt erst einmal wieder hinlegen!</p>
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        <title>Once again - der Nachtmammut Ruhrgebiet</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2026-08-31T20:19:00+02:00</updated>
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                    Letztes Wochenende war es also wieder soweit - das dritte Mal Mammutmarsch, das dritte Mal die Distanz von 42km, das zweite Mal in der Nacht: Man kann über meine (alte) Heimat - das Ruhrgebiet - sagen was man möchte, aber ein großer Teil des Flairs entfaltet sich erst, wenn die Landschaft dunkel wird und die Zeitzeugen der Industrie in der Region die Nacht beleuchten. Nur wenig kommt da ran und als Kind der 80er Jahre des vergangenen Jahrhundert weiß man auch, das Schönheit definitiv was anderes ist, auch wenn die Region sich heute oftmals runderneuert gibt. Wohne ich doch heute im Münsterland, während der Kopf immer mehr nach Skandinavien auswandern will, ist der „Pott“ doch nicht weit weg und ich immer noch sein Junge - irgendwie. Also war auch dieser Mammutmarsch ein Heimspiel - allerdings diesmal unter erschwerten Bedingungen! Ja, die bisherige Zeit der (ersten beiden) Schönwetter-Läufe von 2025 und 2026, sie war vorbei: In Sachen Wettervorhersage gab es recht schlechte Prognosen mit über 70 Prozent Regenwahrscheinlichkeit - sinnigerweise am Samstag und am frühen Sonntag. Timing war alles und so ging es um 19 Uhr in den Startkanal, aufgrund der dunklen Wolken bereits mit Regenschutz für Mensch und Rucksack. Pünktlich um 19:15 zum Start öffneten sich dann die himmlischen Schleusen und die ersten acht Kilometer bis zum ersten Versorgungspunkt - der diesmal recht früh angesetzt war - waren dann schon mal ordentlich verregnet. Kein Starkregen (diese Challenge kam später in der Nacht), aber schon spürbar und nicht zwingend motivationsfördernd - somit hatte ich aber auch die Schönwetterkrone beim Mammutmarsch dann endlich mal abgelegt! Der Versorgungspunkt selbst fungierte aufgrund der Wetterlage unter dem Label „durchlaufender Posten“ und nach einer Bio-meets-Banana-Break ging es dann auch erstmal weiter. Zwei Kilometer regnete es dann noch fröhlich weiter, bevor - passend zur Wettervorhersage - der Himmel aufklarte und uns bis zum Tetraeder in Bottrop begleitete. Schnelltrocknende Wanderhosen sind übrigens eine tolle Sache - Spoiler: Irgendwann können sie aber auch nichts mehr ausrichten, doch dazu später mehr! Der Aufstieg zur Halde Beckstraße mit seinen 387 Stufen war dann wie üblich der vorgezogene Endgegner und gefühlt wurden fast alle Höhenmeter der gesamten Strecke dort platziert. Auch diese Station mit dem zweiten Versorgungspunkt hatte eine eher unübliche Positionierung, war ich dann doch schon bei Kilometer 22 und über die Halbzeit (und den eigenen Pulsgrenzwert von 184 im Peak) hinaus - und irgendwie trieben mich diese Treppen heute fast über die Klippe. Kurze Pause, wieder eine Banane, ein Energieriegel und ein Energy Gel und endlich ging es wieder runter von der heute recht verhassten Halde. Nachdem ich die ersten zehn Kilometer eher im Marschtempo angegangen war, kam jetzt ein wenig die Quittung und leichte Abgeschlagenheit gepaart mit einem gefühlten Stein im Magen kratzten an der Motivation. Dachte ich in diesem Moment daran, im Oktober die 55 km in Dortmund anzugehen, musste ich zu diesem Zeitpunkt durchaus laut lachen und mir sagen, dass ich das abblase - der Körper rebellierte und die ersten schnellen zehn Kilometer forderten ihren Tribut: Rücken und Oberschenkel fühlten sich auch nicht wirklich rund an - und das trotz neuem (episch guten) Osprey-Rucksack, aber wie gesagt: Diese Treppen haben es eben in sich. Egal - nichts tun war auch keine Alternative, so mussten also die nächsten zehn Kilometer zum letzten Versorgungspunkt an Kilometermarke 32 zum Charaktertest werden. Die Strecke verlief dann relativ unspektakulär - der Körper pendelte sich irgendwann in den „Funktioniere-einfach“-Modus ein und ich ignorierte die aufkommenden Zipperlein. Wie gesagt: Der falsche und zu schnelle Marsch am Anfang forderte jetzt seinen Tribut, aber Aufgeben war ja schließlich auch keine Lösung und so war dann der dritte Versorgungspunkt in Oberhausen dann der Startschuss für die nächste und finale Etappe, die es allerdings in sich haben und mich durchaus bestätigte, warum das Mehrgewicht mit Ersatzkleidung in diesem Fall nicht unnützes Gepäck sein sollte. Es fing wieder zu nieseln an - und obwohl ich durchaus ohne Regenjacke hätte laufen können, wurde eben diese angezogen und auch der Rucksack wieder mit seinem Nässeschutz versehen. Und dann kam, was kommen musste - die wirkliche Taufe! Quasi direkt nach den ersten Schritten nahm der Regen schon recht deutlich zu und aus dem anfänglichen Nieselregen wurden ab Höhe des RWO-Stadions dann sintflutartige Regenfälle mit Orkanböen - eine ganz neue Erfahrung, den Weg (notgedrungen) auch mal rückwärtsgehend fortzusetzen. Das Regenzeug half hier übrigens auch nur rudimentär - irgendwann (hier waren es knappe drei Minuten) hilft auch das beste „Cover“ nichts mehr und Mitwander:innen, die mit einem Poncho unterwegs waren, drohten sich gar in Mary Poppins-Derivate zu verwandeln. Aber gut - so war es dann eben: Die Kleidung durchnässt, den Gegenwind im Gesicht und das Wasser lief erst in die Schuhe rein und im Nachgang wieder raus - irgendwann war dann alles egal, denn die Restdistanz blieb. Nach fünf Kilometern ebbte dann das Unwetter ab, so dass ich stoisch, aber weit weniger frustriert als gedacht auf die letzten fünf Kilometer Richtung Landschaftspark weiterwanderte. Fünf Kilometer to go, jedes Kilometerschild ein weiterer kleiner Etappensieg gegen mich selbst. Gegen die Unmengen an Wasser, die normale Wege zu Schlammpfützen gemacht haben. Gegen die dann doch langsam aufkommende Kälte, sobald man das Marschtempo ein wenig drosselte. Fünf Kilometer, die letzten beiden am Ende durch den Landschaftspark, noch einmal durch, wieder außen und oben rum, um am Ende von oben nach unten ins Ziel zu laufen. 42 Kilometer, die am Ende tougher waren, als ich dachte - und mich mehr als erwartet gefordert haben. Der Jubel hielt sich diesmal in Grenzen - zu froh war ich diesmal, einfach nur im Ziel zu sein, ausnahmsweise ohne jegliche Blase an den Füßen, wohl aber mit der ein oder anderen Challenge im Kopf gegen den inneren Schweinehund kämpfend. Es war geschafft - zum dritten Mal. Die 55 Kilometer am 10. Oktober in Dortmund werden sicherlich noch einmal eine ganz andere Nummer und hätte man mich nach der Zielankunft gefragt, ob bald noch 13 Kilometer „on top“ gehen würden - ich wäre wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen. So blieb es dann am Ende&hellip;
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                    <p><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/9/IMG_1361.jpg" class="type:primaryImage" alt="" /></p>
                <p>Letztes Wochenende war es also wieder soweit - das dritte Mal Mammutmarsch, das dritte Mal die Distanz von 42km, das zweite Mal in der Nacht: Man kann über meine (alte) Heimat - das Ruhrgebiet - sagen was man möchte, aber ein großer Teil des Flairs entfaltet sich erst, wenn die Landschaft dunkel wird und die Zeitzeugen der Industrie in der Region die Nacht beleuchten. Nur wenig kommt da ran und als Kind der 80er Jahre des vergangenen Jahrhundert weiß man auch, das Schönheit definitiv was anderes ist, auch wenn die Region sich heute oftmals runderneuert gibt. Wohne ich doch heute im Münsterland, während der Kopf immer mehr nach Skandinavien auswandern will, ist der „Pott“ doch nicht weit weg und ich immer noch sein Junge - irgendwie. Also war auch dieser Mammutmarsch ein Heimspiel - allerdings diesmal unter erschwerten Bedingungen!</p><p>Ja, die bisherige Zeit der (ersten beiden) Schönwetter-Läufe von 2025 und 2026, sie war vorbei: In Sachen Wettervorhersage gab es recht schlechte Prognosen mit über 70 Prozent Regenwahrscheinlichkeit - sinnigerweise am Samstag und am frühen Sonntag. Timing war alles und so ging es um 19 Uhr in den Startkanal, aufgrund der dunklen Wolken bereits mit Regenschutz für Mensch und Rucksack. Pünktlich um 19:15 zum Start öffneten sich dann die himmlischen Schleusen und die ersten acht Kilometer bis zum ersten Versorgungspunkt - der diesmal recht früh angesetzt war - waren dann schon mal ordentlich verregnet. Kein Starkregen (diese Challenge kam später in der Nacht), aber schon spürbar und nicht zwingend motivationsfördernd - somit hatte ich aber auch die Schönwetterkrone beim Mammutmarsch dann endlich mal abgelegt!</p><p>Der Versorgungspunkt selbst fungierte aufgrund der Wetterlage unter dem Label „durchlaufender Posten“ und nach einer Bio-meets-Banana-Break ging es dann auch erstmal weiter. Zwei Kilometer regnete es dann noch fröhlich weiter, bevor - passend zur Wettervorhersage - der Himmel aufklarte und uns bis zum Tetraeder in Bottrop begleitete. Schnelltrocknende Wanderhosen sind übrigens eine tolle Sache - Spoiler: Irgendwann können sie aber auch nichts mehr ausrichten, doch dazu später mehr! Der Aufstieg zur Halde Beckstraße mit seinen 387 Stufen war dann wie üblich der vorgezogene Endgegner und gefühlt wurden fast alle Höhenmeter der gesamten Strecke dort platziert. Auch diese Station mit dem zweiten Versorgungspunkt hatte eine eher unübliche Positionierung, war ich dann doch schon bei Kilometer 22 und über die Halbzeit (und den eigenen Pulsgrenzwert von 184 im Peak) hinaus - und irgendwie trieben mich diese Treppen heute fast über die Klippe.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/9/IMG_1374.jpg" alt="Image description" width="1439" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1374-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1374-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1374-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1374-lg.webp 1024w"></figure><p>Kurze Pause, wieder eine Banane, ein Energieriegel und ein Energy Gel und endlich ging es wieder runter von der heute recht verhassten Halde. Nachdem ich die ersten zehn Kilometer eher im Marschtempo angegangen war, kam jetzt ein wenig die Quittung und leichte Abgeschlagenheit gepaart mit einem gefühlten Stein im Magen kratzten an der Motivation. Dachte ich in diesem Moment daran, im Oktober die 55 km in Dortmund anzugehen, musste ich zu diesem Zeitpunkt durchaus laut lachen und mir sagen, dass ich das abblase - der Körper rebellierte und die ersten schnellen zehn Kilometer forderten ihren Tribut: Rücken und Oberschenkel fühlten sich auch nicht wirklich rund an - und das trotz neuem (episch guten) Osprey-Rucksack, aber wie gesagt: Diese Treppen haben es eben in sich. Egal - nichts tun war auch keine Alternative, so mussten also die nächsten zehn Kilometer zum letzten Versorgungspunkt an Kilometermarke 32 zum Charaktertest werden.</p><p>Die Strecke verlief dann relativ unspektakulär - der Körper pendelte sich irgendwann in den „Funktioniere-einfach“-Modus ein und ich ignorierte die aufkommenden Zipperlein. Wie gesagt: Der falsche und zu schnelle Marsch am Anfang forderte jetzt seinen Tribut, aber Aufgeben war ja schließlich auch keine Lösung und so war dann der dritte Versorgungspunkt in Oberhausen dann der Startschuss für die nächste und finale Etappe, die es allerdings in sich haben und mich durchaus bestätigte, warum das Mehrgewicht mit Ersatzkleidung in diesem Fall nicht unnützes Gepäck sein sollte. Es fing wieder zu nieseln an - und obwohl ich durchaus ohne Regenjacke hätte laufen können, wurde eben diese angezogen und auch der Rucksack wieder mit seinem Nässeschutz versehen. Und dann kam, was kommen musste - die wirkliche Taufe!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/9/IMG_1362.jpg" alt="Image description" width="1439" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1362-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1362-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1362-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1362-lg.webp 1024w"></figure><p>Quasi direkt nach den ersten Schritten nahm der Regen schon recht deutlich zu und aus dem anfänglichen Nieselregen wurden ab Höhe des RWO-Stadions dann sintflutartige Regenfälle mit Orkanböen - eine ganz neue Erfahrung, den Weg (notgedrungen) auch mal rückwärtsgehend fortzusetzen. Das Regenzeug half hier übrigens auch nur rudimentär - irgendwann (hier waren es knappe drei Minuten) hilft auch das beste „Cover“ nichts mehr und Mitwander:innen, die mit einem Poncho unterwegs waren, drohten sich gar in Mary Poppins-Derivate zu verwandeln. Aber gut - so war es dann eben: Die Kleidung durchnässt, den Gegenwind im Gesicht und das Wasser lief erst in die Schuhe rein und im Nachgang wieder raus - irgendwann war dann alles egal, denn die Restdistanz blieb. Nach fünf Kilometern ebbte dann das Unwetter ab, so dass ich stoisch, aber weit weniger frustriert als gedacht auf die letzten fünf Kilometer Richtung Landschaftspark weiterwanderte.</p><p>Fünf Kilometer to go, jedes Kilometerschild ein weiterer kleiner Etappensieg gegen mich selbst. Gegen die Unmengen an Wasser, die normale Wege zu Schlammpfützen gemacht haben. Gegen die dann doch langsam aufkommende Kälte, sobald man das Marschtempo ein wenig drosselte. Fünf Kilometer, die letzten beiden am Ende durch den Landschaftspark, noch einmal durch, wieder außen und oben rum, um am Ende von oben nach unten ins Ziel zu laufen. 42 Kilometer, die am Ende tougher waren, als ich dachte - und mich mehr als erwartet gefordert haben. Der Jubel hielt sich diesmal in Grenzen - zu froh war ich diesmal, einfach nur im Ziel zu sein, ausnahmsweise ohne jegliche Blase an den Füßen, wohl aber mit der ein oder anderen Challenge im Kopf gegen den inneren Schweinehund kämpfend. Es war geschafft - zum dritten Mal. Die 55 Kilometer am 10. Oktober in Dortmund werden sicherlich noch einmal eine ganz andere Nummer und hätte man mich nach der Zielankunft gefragt, ob bald noch 13 Kilometer „on top“ gehen würden - ich wäre wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/9/IMG_1377.jpg" alt="Image description" width="1439" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1377-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1377-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1377-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/9/responsive/IMG_1377-lg.webp 1024w"></figure><p>So blieb es dann am Ende wieder bei einem super Erlebnis mit neuen und ungeahnten Herausforderungen, Mistwetter quasi auf Knopfdruck und am Ende (einmal mehr) den Sieg gegen mich selbst. Die Grenzen sind nicht weg, sie waren diesmal nur verschoben - also auf zum nächsten Mal, diesmal in einer anderen Region des Ruhrgebiets und mit sicherlich neuen Dingen, die mich fordern werden. Hier hat heute definitiv der Geist über den Körper gesiegt - so sehr wie selten zuvor!</p>
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        <title>Sollten wir mal wieder über Snowflake sprechen?</title>
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            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2026-08-23T13:42:00+02:00</updated>
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                    „Snowflake“ - ja, da war ja mal was. Als Anfang des Jahres die landesweiten Proteste im Iran erneut aufbrandeten, stürzten sich die Medien mal wieder auf die Möglichkeit, Internetsperren mit Tools wie eben Snowflake zu umgehen. In Zeiten steigender Zensur, weiterer Durchdringung der Privatsphäre und immer mehr Einschränkungen beim Surfen im Internet ist das Tool eigentlich essentiell - und ein jeder von uns kann es leicht bereitstellen. Ein kleines Recap über ein Hilfsmittel, was leider nur punktuell wieder durch die Medien gespült wird. Technisch gesehen ermöglicht Snowflake den Nutzern, sich mit dem Tor-Netzwerk an Orten zu verbinden, an denen Tor oder der klassische Weg ins Internet blockiert sind, indem es die jeweilige Verbindung über freiwillige Proxys in unzensierten Ländern leitet. Ähnlich wie bei VPNs, mit denen Benutzer die Internetzensur ebenfalls umgehen können, tarnt Snowflake die Internetaktivitäten so, als würde man einen Video- oder Sprachanruf via WebRTC tätigen, so dass man für Internet-Zensoren weniger auffindbar ist. Explizit gesagt, sieht der Datenverkehr dann aus wie eine Verbindung zu Microsoft (meek-azure) oder eine Standard-HTTPS-Verbindung (WebTunnel): Hier müsste man also als zensierende Instanz viele Teile des Internets sperren, um ein Blocking von Videotelefonie durchsetzen zu können. Die einfachste Wahl für den klassischen Nutzer ist das Browser-Plugin, welches es für Firefox und Chrome-kompatible Browser gibt. Herunterladen, aktivieren, kurz der Nutzung zustimmen und fertig: Während man den Browser geöffnet hat (ein optionaler Schalter ermöglicht auch die Nutzung bei geschlossenem Browser) stellt man somit die Snowflake-Funktionen anderen Nutzern zur Verfügung, was auch sichtbar im App-Symbol dargestellt wird. Wer den Betrieb abseits der klassischen Browser bevorzugt, kann das Tool auch unter Debian oder FreeBSD laufen lassen - auch eine Implementierung via Docker ist möglich. In meinem Falle läuft auf meinem Synology-NAS ein kleiner Docker-Stack, der nicht viel Ressourcen benötigt und rund um die Uhr still und heimlich einen Snowflake-Proxy bereitstellt - und der auch (siehe Screenshot) rege genutzt wird. Um das zu bewerkstelligen, reicht der folgende Stack bzw. die folgende docker-compose.yml: services: snowflake-proxy: network_mode: host image: containers.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake:latest container_name: snowflake-proxy restart: unless-stopped # For a full list of Snowflake Proxy CLI parameters see # https://gitlab.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake/-/tree/main/proxy?ref_type=heads#running-a-standalone-snowflake-proxy #command: [ &quot;-ephemeral-ports-range&quot;, &quot;30000:60000&quot; ] volumes: - /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock command: snowflake-proxy Für wen all das nicht in Frage kommt, der kann dann für die Allgemeinheit auch das passende Widget via iframe-Code auf einer beliebigen Webseite integrieren. Aktiviert man die Funktionalität dann und lässt man das Tab im Browser offen, funktioniert Snowflake auch über diesen Weg - nicht schön, aber zweckmässig. Am Ende ist Snowflake ein Community-Projekt - man gibt marginale (und wirklich marginale!) Bandbreite im Hintergrund für einen besseren Zweck ab. Ob nun politisch getrieben oder nicht - irgendwo auf diesem Planeten gibt es immer jemanden, der keinen direkten Zugriff zum Internet hat. Ja, die Luft wird auch hier dünner und Themen wie Chatkontrolle, Vorratsdatenspeicherung und wer weiß was noch (dumme, fachfremde Ideen von Lobbyisten gibt es genug - man denke da nur an Ashton Kutcher und Thorn!) drangsalieren auch den Otto-Normal-User - aber im Gegensatz zu anderen Regionen und Ländern sind wir ja (noch) recht uneingeschränkt im Netz unterwegs. Daher kann ein Jeder seinen kleinen Beitrag dafür leisten, dass andernorts Menschen zumindest irgendwie ins Internet kommen - die Proteste im Iran waren nur ein Treiber, der sich sicherlich zig Mal auf andere Krisenherde reproduzieren lässt. Snowflake ist ein Werkzeug - und das dürfen und müssen wir nutzen, im Sinne der Allgemeinheit! Also, lange geredet beziehungsweise geschrieben - lasst uns handeln!
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                <p>„<a href="https://snowflake.torproject.org/de/">Snowflake</a>“ - ja, da war ja mal was. Als Anfang des Jahres die landesweiten Proteste im Iran erneut aufbrandeten, stürzten sich die Medien mal wieder auf die Möglichkeit, Internetsperren mit Tools wie eben Snowflake zu umgehen. In Zeiten steigender Zensur, weiterer Durchdringung der Privatsphäre und immer mehr Einschränkungen beim Surfen im Internet ist das Tool eigentlich essentiell - und ein jeder von uns kann es leicht bereitstellen. Ein kleines Recap über ein Hilfsmittel, was leider nur punktuell wieder durch die Medien gespült wird.</p><h2 id="was-ist-snowflake">Was ist Snowflake?</h2>
<p>Technisch gesehen ermöglicht Snowflake den Nutzern, sich mit dem Tor-Netzwerk an Orten zu verbinden, an denen Tor oder der klassische Weg ins Internet blockiert sind, indem es die jeweilige Verbindung über freiwillige Proxys in unzensierten Ländern leitet. Ähnlich wie bei VPNs, mit denen Benutzer die Internetzensur ebenfalls umgehen können, tarnt Snowflake die Internetaktivitäten so, als würde man einen Video- oder Sprachanruf via WebRTC tätigen, so dass man für Internet-Zensoren weniger auffindbar ist. Explizit gesagt, sieht der Datenverkehr dann aus wie eine Verbindung zu Microsoft (meek-azure) oder eine Standard-HTTPS-Verbindung (WebTunnel): Hier müsste man also als zensierende Instanz viele Teile des Internets sperren, um ein Blocking von Videotelefonie durchsetzen zu können.</p><h2 id="wie-bekomme-ich-das-hin">Wie bekomme ich das hin?</h2>
<p>Die einfachste Wahl für den klassischen Nutzer ist das Browser-Plugin, welches es für <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/torproject-snowflake/">Firefox</a> und <a href="https://chromewebstore.google.com/detail/snowflake/mafpmfcccpbjnhfhjnllmmalhifmlcie">Chrome</a>-kompatible Browser gibt. Herunterladen, aktivieren, kurz der Nutzung zustimmen und fertig: Während man den Browser geöffnet hat (ein optionaler Schalter ermöglicht auch die Nutzung bei geschlossenem Browser) stellt man somit die Snowflake-Funktionen anderen Nutzern zur Verfügung, was auch sichtbar im App-Symbol dargestellt wird.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/10/snowflake_browser.jpg" alt="Image description" width="622" height="602" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_browser-lg.webp 1024w"></figure><p>Wer den Betrieb abseits der klassischen Browser bevorzugt, kann das Tool auch unter <a href="https://community.torproject.org/relay/setup/snowflake/">Debian</a> oder FreeBSD laufen lassen - auch eine Implementierung via Docker ist möglich. In meinem Falle läuft auf meinem Synology-NAS ein kleiner Docker-Stack, der nicht viel Ressourcen benötigt und rund um die Uhr still und heimlich einen Snowflake-Proxy bereitstellt - und der auch (siehe Screenshot) rege genutzt wird. Um das zu bewerkstelligen, reicht der folgende Stack bzw. die folgende docker-compose.yml:</p><pre><code>services:
    snowflake-proxy:
        network_mode: host
        image: containers.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake:latest
        container_name: snowflake-proxy
        restart: unless-stopped
        # For a full list of Snowflake Proxy CLI parameters see
        # https://gitlab.torproject.org/tpo/anti-censorship/pluggable-transports/snowflake/-/tree/main/proxy?ref_type=heads#running-a-standalone-snowflake-proxy
        #command: [ &quot;-ephemeral-ports-range&quot;, &quot;30000:60000&quot; ]
        volumes:
          - /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock
        command: snowflake-proxy
</code></pre>
<p>Für wen all das nicht in Frage kommt, der kann dann für die Allgemeinheit auch das passende Widget via iframe-Code auf einer beliebigen Webseite integrieren. Aktiviert man die Funktionalität dann und lässt man das Tab im Browser offen, funktioniert Snowflake auch über diesen Weg - nicht schön, aber zweckmässig.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/10/snowflake_docker_logs.jpg" alt="Image description" width="1200" height="730" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/10/responsive/snowflake_docker_logs-lg.webp 1024w"></figure><h2 id="das-heißt">Das heißt?</h2>
<p>Am Ende ist Snowflake ein Community-Projekt - man gibt marginale (und wirklich marginale!) Bandbreite im Hintergrund  für einen besseren Zweck ab. Ob nun politisch getrieben oder nicht - irgendwo auf diesem Planeten gibt es immer jemanden, der keinen direkten Zugriff zum Internet hat. Ja, die Luft wird auch hier dünner und Themen wie Chatkontrolle, Vorratsdatenspeicherung und wer weiß was noch (dumme, fachfremde Ideen von Lobbyisten gibt es genug - man denke da nur an Ashton Kutcher und Thorn!) drangsalieren auch den Otto-Normal-User - aber im Gegensatz zu anderen Regionen und Ländern sind wir ja (noch) recht uneingeschränkt im Netz unterwegs. Daher kann ein Jeder seinen kleinen Beitrag dafür leisten, dass andernorts Menschen zumindest irgendwie ins Internet kommen - die Proteste im Iran waren nur ein Treiber, der sich sicherlich zig Mal auf andere Krisenherde reproduzieren lässt. Snowflake ist ein Werkzeug - und das dürfen und müssen wir nutzen, im Sinne der Allgemeinheit!</p><p>Also, lange geredet beziehungsweise geschrieben - lasst uns handeln!</p>
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        <title>Hallo, GoToSocial!</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
        </author>
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            <category term="Social Networks"/>
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        <updated>2026-08-21T14:50:00+02:00</updated>
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                        <img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/gotosocial.jpg" alt="" />
                    Der 02. August war für meine mittlerweile fünfjährigen Fediverse-Historie schon eine kleine Revolution - und auch eine Art von Zäsur. Seit Tag 1 war ich mit und auf Mastodon unterwegs, dem wohl berühmtesten Microblogging-Service aus der Reihe kompatibler Dienste. Erst auf anderen Instanzen, seit Jahren (und oft unter wechselnden Namen) auf meinen eigenen. Wie es dann mit dem eigenen Basteltrieb so ist, ist aber bekanntlich nichts so stetig wie der Wandel - und so bin ich, sicherlich inspiriert durch die wunderbare Ruhe im südlichen Schweden, nach einem Tag nachdenken auf meine erste offizielle GoToSocial-Instanz umgezogen. Ja, Mastodon ist ein Brett - und eine absolut stabile, skalierbare Plattform, die mich technisch nie im Stich gelassen hatte. Immer wieder kamen aber die Überlegungen auf, ob diese eierlegende Wollmilchsau in der Form für eine Ein-Nutzer-Instanz nicht zu viel des Guten ist. Über die Jahre habe ich immer mal wieder den Blick auf andere Lösungen - hallo Misskey, Calckey und Sharkey! - geworfen. Auch ein sehr kurzer Ausflug in Richtung Firefish war mal dabei - eben ein neuer Misskey-Fork, dessen kometenhafter Aufstieg nach kurzer Zeit nur noch durch einen ähnlichen Abstieg getoppt wurde, weil der Entwickler keine Lust mehr hatte. Also blieb es bei Mastodon und eigentlich war alles gut, dann poppten plötzlich immer mehr Instanzen auf, die auf GoToSocial liefen. Das Ding ist in Golang geschrieben und per se als leichter, anpassbarer und Security-fokussierter Ansatz beschrieben, das Fediverse zu erkunden. Das Deployment kann aufgrund der geringen Systemanforderungen (1 GB RAM reicht aus, bei kleineren Instanzen reicht auch durchaus die Hälfte) auch auf einem Raspberry Pi geschehen und entweder klassisch oder per Docker geschehen. Gesagt, getan - mal wieder ein neuer Domänenname (hallo, runespaces.com!), ein manuelles Backup durchgeführt, den Docker-Stack erstellt, gestartet, den ersten Nutzer angelegt und fertig war die Instanz. Was GoToSocial per se (und bewusst) fehlt, ist ein klassischer Webclient - hier verweist man eben auf die Horde der Client-Apps unter den verschiedenen Systemen, in meinem Fall funktionierten Ivory unter macOS und iOS als auch Tuba unter Linux out-of-the-box mit der frischen GoToSocial-Instanz. Dann ging es an die Migration von Mastodon, die (eben wie bei anderen Fediverse-Plattformen auch) die Follower migrierte, bei GoToSocial aufgrund des standardmässigen Rate Limiters aber irgendwann einmal vor den sprichwörtlichen Hammer lief. Aber auch das war gut dokumentiert und die paar Follower, die es bisher noch nicht rübergeschafft haben, sind dann aufgrund der 30-Tage-Beschränkung zwischen den Profilmigrationen seitens Mastodon Anfang September noch einmal dran. Accounts, denen ich folgte und Domain-Blocks, die ich bei Mastodon exportiert habe, konnte ich direkt sauber und anstandslos auf der neuen GoToSocial-Instanz importieren. Was für mich neu war - es gibt auch eine Chance, die eigenen Posts (ohne Likes &amp; Reboosts) auch aus Mastodon heraus über ein Tool namens Slurp zu GoToSocial umzuziehen. Sehr gut dokumentiert war das hier, so dass ich am Ende mehr mitnehmen konnte als bei historischen Mastodon-zu-Mastodon-Migrationen in der Vergangenheit. Bald ist somit der erste Monat mit GoToSocial rum und rückblickend auf diese doch recht spontane Migration muss ich sagen, dass ich - Stand jetzt - nichts vermisse. Okay, die Optik der Profilseiten ist weniger aufpoliert als beim „großen Bruder“, aber da man eh externe Clients nutzt, ist das nur ein optisches Makel - und dank CSS kann man sich seine Profilseite eben designen, wie man möchte: In meinem Fall komme ich also von der Mastodon-Optik nicht ganz weg, aber ich habe eben auch kein Auge für’s Design oder Farben - das ist nicht meins. Fehlt mir aktuell etwas? Nicht wirklich. Gibt es Brüche bei ActivityPub-Standards, Probleme mit anderen Instanzen? Nein? Ist das Ding schlank und ressourcenschonend? Definitiv! Ich kenne meinen Spieltrieb und möchte nicht ausschließen, mir das kommende Mastodon 5.0 wieder zu Gemüte zu führen, aber Stand heute war dieser (doch recht spontane) Wechsel auf eine deutlich schlankere Lösung zumindest für meinen eigenen Personal Use Case definitiv kein Fehler. Die einzige Einschränkung ist der fehlende Web-Client, den ich aber auch bei Mastodon zugegebenermaßen nie genutzt habe - als ist das an sich Jammern auf hohem Niveau. GoToSocial war ein spontanes Experiment, was mich positiv überrascht hat und was zum jetzigen Zeitpunkt gute Chancen haben wird, mich weiter zu begleiten, weil ich selbst hier nicht mehr brauche. Ob nun nativ auf einem Raspberry Pi oder auf einer sehr schlanken VM in heimischen Homelab via Docker gehostet - GoToSocial ist schnell ausgerollt, beschränkt sich auf das wesentliche und bringt keinen Ballast mit: Mal was anderes in der heutigen Zeit! Ach ja, und wer mir dort folgen mag, findet mich unter https://runespaces.com/@hrafnagud und ist natürlich jederzeit herzlich willkommen!
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                    <p><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/gotosocial.jpg" class="type:primaryImage" alt="" /></p>
                <h3 id="der-02-august-war-für-meine-mittlerweile-fünfjährigen-fediverse-historie-schon-eine-kleine-revolution---und-auch-eine-art-von-zäsur-seit-tag-1-war-ich-mit-und-auf-mastodon-unterwegs-dem-wohl-berühmtesten-microblogging-service-aus-der-reihe-kompatibler-dienste">Der 02. August war für meine mittlerweile fünfjährigen Fediverse-Historie schon eine kleine Revolution - und auch eine Art von Zäsur. Seit Tag 1 war ich mit und auf Mastodon unterwegs, dem wohl berühmtesten Microblogging-Service aus der Reihe kompatibler Dienste.</h3>
<p>Erst auf anderen Instanzen, seit Jahren (und oft unter wechselnden Namen) auf meinen eigenen. Wie es dann mit dem eigenen Basteltrieb so ist, ist aber bekanntlich nichts so stetig wie der Wandel - und so bin ich, sicherlich inspiriert durch die wunderbare Ruhe im südlichen Schweden, nach einem Tag nachdenken auf meine erste offizielle GoToSocial-Instanz umgezogen.</p><p>Ja, Mastodon ist ein Brett - und eine absolut stabile, skalierbare Plattform, die mich technisch nie im Stich gelassen hatte. Immer wieder kamen aber die Überlegungen auf, ob diese eierlegende Wollmilchsau in der Form für eine Ein-Nutzer-Instanz nicht zu viel des Guten ist. Über die Jahre habe ich immer mal wieder den Blick auf andere Lösungen - hallo Misskey, Calckey und Sharkey! - geworfen. Auch ein sehr kurzer Ausflug in Richtung Firefish war mal dabei - eben ein neuer Misskey-Fork, dessen kometenhafter Aufstieg nach kurzer Zeit nur noch durch einen ähnlichen Abstieg getoppt wurde, weil der Entwickler keine Lust mehr hatte. Also blieb es bei Mastodon und eigentlich war alles gut, dann poppten plötzlich immer mehr Instanzen auf, die auf <a href="https://gotosocial.org">GoToSocial</a> liefen.</p><p>Das Ding ist in Golang geschrieben und per se als leichter, anpassbarer und Security-fokussierter Ansatz beschrieben, das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Fediverse">Fediverse</a> zu erkunden. Das Deployment kann aufgrund der geringen <a href="https://docs.gotosocial.org/en/latest/getting_started/#server-vps">Systemanforderungen</a> (1 GB RAM reicht aus, bei kleineren Instanzen reicht auch durchaus die Hälfte) auch auf einem Raspberry Pi geschehen und entweder klassisch oder per Docker geschehen. Gesagt, getan - mal wieder ein neuer Domänenname (hallo, <a href="https://runespaces.com">runespaces.com</a>!), ein manuelles Backup durchgeführt, den Docker-Stack erstellt, gestartet, den ersten Nutzer angelegt und fertig war die Instanz. Was GoToSocial per se (und bewusst) fehlt, ist ein klassischer Webclient - hier verweist man eben auf die Horde der Client-Apps unter den verschiedenen Systemen, in meinem Fall funktionierten Ivory unter macOS und iOS als auch Tuba unter Linux out-of-the-box mit der frischen GoToSocial-Instanz.</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/gotosocial_clients.jpg" alt="Image description" width="1568" height="1258" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_clients-lg.webp 1024w"></figure><p>Dann ging es an die Migration von Mastodon, die (eben wie bei anderen Fediverse-Plattformen auch) die Follower migrierte, bei GoToSocial aufgrund des standardmässigen Rate Limiters aber irgendwann einmal vor den sprichwörtlichen Hammer lief. Aber auch das war gut dokumentiert und die paar Follower, die es bisher noch nicht rübergeschafft haben, sind dann aufgrund der 30-Tage-Beschränkung zwischen den Profilmigrationen seitens Mastodon Anfang September noch einmal dran. Accounts, denen ich folgte und Domain-Blocks, die ich bei Mastodon exportiert habe, konnte ich direkt sauber und anstandslos auf der neuen GoToSocial-Instanz importieren. Was für mich neu war - es gibt auch eine Chance, die eigenen Posts (ohne Likes &amp; Reboosts) auch aus Mastodon heraus über ein Tool namens <a href="https://codeberg.org/vyr/slurp">Slurp</a> zu GoToSocial umzuziehen. Sehr gut dokumentiert war das <a href="https://box464.com/posts/gotosocial-slurp/">hier</a>, so dass ich am Ende mehr mitnehmen konnte als bei historischen Mastodon-zu-Mastodon-Migrationen in der Vergangenheit.</p><p>Bald ist somit der erste Monat mit GoToSocial rum und rückblickend auf diese doch recht spontane Migration muss ich sagen, dass ich - Stand jetzt - nichts vermisse. Okay, die Optik der Profilseiten ist weniger aufpoliert als beim „großen Bruder“, aber da man eh externe Clients nutzt, ist das nur ein optisches Makel - und dank CSS kann man sich seine Profilseite eben designen, wie man möchte: In meinem Fall komme ich also von der Mastodon-Optik nicht ganz weg, aber ich habe eben auch kein Auge für’s Design oder Farben - das ist nicht meins. Fehlt mir aktuell etwas? Nicht wirklich. Gibt es Brüche bei ActivityPub-Standards, Probleme mit anderen Instanzen? Nein? Ist das Ding schlank und ressourcenschonend? Definitiv!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/gotosocial_instance.jpg" alt="Image description" width="1746" height="850" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_instance-lg.webp 1024w"></figure><p>Ich kenne meinen Spieltrieb und möchte nicht ausschließen, mir das kommende Mastodon 5.0 wieder zu Gemüte zu führen, aber Stand heute war dieser (doch recht spontane) Wechsel auf eine deutlich schlankere Lösung zumindest für meinen eigenen Personal Use Case definitiv kein Fehler. Die einzige Einschränkung ist der fehlende Web-Client, den ich aber auch bei Mastodon zugegebenermaßen nie genutzt habe - als ist das an sich Jammern auf hohem Niveau. GoToSocial war ein spontanes Experiment, was mich positiv überrascht hat und was zum jetzigen Zeitpunkt gute Chancen haben wird, mich weiter zu begleiten, weil ich selbst hier nicht mehr brauche. Ob nun nativ auf einem Raspberry Pi oder auf einer sehr schlanken VM in heimischen Homelab via Docker gehostet - GoToSocial ist schnell ausgerollt, beschränkt sich auf das wesentliche und bringt keinen Ballast mit: Mal was anderes in der heutigen Zeit!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/gotosocial_mastodon.jpg" alt="Image description" width="1282" height="1438" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/4/responsive/gotosocial_mastodon-lg.webp 1024w"></figure><p>Ach ja, und wer mir dort folgen mag, findet mich unter <a href="https://runespaces.com/@hrafnagud">https://runespaces.com/@hrafnagud</a> und ist natürlich jederzeit herzlich willkommen!</p>
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        <title>Adjust my Dreams for me</title>
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            <name>Oliver Pifferi</name>
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                    „Adjust my dreams for me“ - Jahre später, Ende 2025, sollte sich Bret Easton Ellis’ Aussage, die zum Titel dieses Beitrags wurde, als richtig erweisen. Wenn es um unsere Träume geht, erzeugt unser Gehirn oft Erinnerungen und Ereignisse, die wir beim Aufwachen kaum nachvollziehen können und uns eigentlich komplett verwirrt zurücklassen Es ist irgendwie seltsam – während der letzten Feiertage hatte ich drei Nächte hintereinander, in denen ich jede Menge wirres Zeug geträumt habe. Das Ergebnis: Maximale Verwirrung beim Aufwachen nachdenkliches Kopfkino, wie das denn so alles zusammenpasst. Okay, wir alle träumen, aber man sagt ja, dass wir uns meistens nicht an unsere Träume erinnern. Diese Erinnerungen hier waren oft zusammenhanglos, wirr und – manchmal – sogar erotisch. Warum träumen wir von Menschen, die wir zuletzt vor zwei Jahrzehnten gesehen haben? Was vermittelt den Eindruck, dass eine ehemalige Freundin aus dem Nichts aufgetaucht ist und sich in einen aktuellen Geschäftskontakt verwandelt hat? Ist das eine Art Prophezeiung oder sonderbare Metapher, wenn man träumt, dass die Menschen, mit denen man nach Norwegen reisen wird und man selbst steile Felswände erklimmt? Und warum lässt unser Unterbewusstsein Kindheitserinnerungen wieder aufleben, nur um sie beim Erwachen ohne die geringste Vorwarnung wieder in die Vergangenheit zurückzuspielen, ohne dass man sie wirklich greifen konnte? Das Playbook hierfür? Es gibt keins, unser Unterbewusstsein spült uns diese Erinnerung einfach an die Oberfläche, obwohl nichts Besonderes passiert ist und uns „getriggert“ hat: Einfach so tauchen aus heiterem Himmel drei Tage lang hintereinander diese Erinnerungsfetzen und Erlebnisse auf, die einen komplett fassungslos und maximal verwirrt zurücklassen. Es gibt hier für den Laien einfach keine Erklärung und keine Lösung für, wie man damit wirklich umgehen soll. Traumdeutung ist nicht mein Fachgebiet und wird es auch sicherlich niemals werden - aber nachdenklich stimmt einen das Ganze schon, immer und immer wieder. Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 10. Oktober 2025.
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                <p>„Adjust my dreams for me“ - Jahre später, Ende 2025, sollte sich Bret Easton Ellis’ Aussage, die zum Titel dieses Beitrags wurde, als richtig erweisen. Wenn es um unsere Träume geht, erzeugt unser Gehirn oft Erinnerungen und Ereignisse, die wir beim Aufwachen kaum nachvollziehen können und uns eigentlich komplett verwirrt zurücklassen</p><p>Es ist irgendwie seltsam – während der letzten Feiertage hatte ich drei Nächte hintereinander, in denen ich jede Menge wirres Zeug geträumt habe. Das Ergebnis: Maximale Verwirrung beim Aufwachen nachdenkliches Kopfkino, wie das denn so alles zusammenpasst. Okay, wir alle träumen, aber man sagt ja, dass wir uns meistens nicht an unsere Träume erinnern. Diese Erinnerungen hier waren oft zusammenhanglos, wirr und – manchmal – sogar erotisch.</p><p>Warum träumen wir von Menschen, die wir zuletzt vor zwei Jahrzehnten gesehen haben? Was vermittelt den Eindruck, dass eine ehemalige Freundin aus dem Nichts aufgetaucht ist und sich in einen aktuellen Geschäftskontakt verwandelt hat? Ist das eine Art Prophezeiung oder sonderbare Metapher, wenn man träumt, dass die Menschen, mit denen man nach Norwegen reisen wird und man selbst steile Felswände erklimmt? Und warum lässt unser Unterbewusstsein Kindheitserinnerungen wieder aufleben, nur um sie beim Erwachen ohne die geringste Vorwarnung wieder in die Vergangenheit zurückzuspielen, ohne dass man sie wirklich greifen konnte?</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/1/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash.jpg" alt="Image description" width="1920" height="1246" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/1/responsive/johannes-plenio-DKix6Un55mw-unsplash-lg.webp 1024w"></figure><p>Das Playbook hierfür? Es gibt keins, unser Unterbewusstsein spült uns diese Erinnerung einfach an die Oberfläche, obwohl nichts Besonderes passiert ist und uns „getriggert“ hat: Einfach so tauchen aus heiterem Himmel drei Tage lang hintereinander diese Erinnerungsfetzen und Erlebnisse auf, die einen komplett fassungslos und maximal verwirrt zurücklassen. Es gibt hier für den Laien einfach keine Erklärung und keine Lösung für, wie man damit wirklich umgehen soll. Traumdeutung ist nicht mein Fachgebiet und wird es auch sicherlich niemals werden - aber nachdenklich stimmt einen das Ganze schon, immer und immer wieder.</p><p><em><strong>Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 10. Oktober 2025.</strong></em></p>
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        <title>Warum ein Schlussstrich auch ein Anfang sein kann</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2026-05-04T19:33:00+02:00</updated>
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                    Manchmal sind die Dinge und Tatsachen anders, als sie mal vor einiger Zeit versprochen wurden. Manchmal ärgert man sich über Veränderungen, die eigentlich keine sein sollten – und manchmal ist man einfach müde und braucht eine Pause: Zeit für einen kleinen spontaner Gedankengang! Wenn man etwas verändern will, hört man gerne zu. Man ist begeistert von der neuen Aufgabe und lässt sich vom Reiz des Neuen einfach mitreißen. Ich habe schon immer genossen, Dinge nachhaltig aufzubauen - ich bin kein Verwaltungsmensch, das überlasse ich lieber anderen. Aber wenn sich herausstellt, dass das Verwalten oder Festhalten am Alten gewollter ist als eine längst überfällige und notwendige umfassende Veränderung – was wird dann aus der eigentlichen Aufgabe, über die ich vor drei Jahren ebenfalls an der dänischen Küste nachgedacht habe? Wenn regionale Aufteilungen nicht den Himmelsrichtungen entsprechen (oder das verspätet umgesetzt wird), wenn zwei moderne Teams nicht das tun dürfen, was sie auszeichnet und was funktioniert, wenn die Geschäftsmodelle von „gestern“ immer noch allgegenwärtig sind und Entscheidungsträger sich mit „Ja-Sagern“ umgeben, die diese Geschäftsmodelle bewusst aufrechterhalten – ist es dann nicht an der Zeit, meine eigene Rolle zu hinterfragen? Warum erlaubt man es den Mitarbeitern nicht, kundenorientiert zu arbeiten und die jeweiligen Silos endlich abzubauen? Ich weiß nicht, was morgen sein wird, aber ich will nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen. Keine extremen regionalen „Clash of Cultures“ mehr und keine Unterschiede aufgrund eines vernachlässigten (oder ignorierten!) PMI-Prozesses. Keine Menschen mehr, die ihren Zenit bereits überschritten haben und immer noch Einfluss nehmen dürfen – und das Unternehmen dennoch überhaupt nicht voranbringen oder es sogar bremsen. Ein Zeichen, dass die Aufgabe, für die man eingestellt wurde, immer noch gefragt ist: Ein Bekenntnis zum modernen Business der 2020er Jahre! Ein Schnitt, eine finale Entscheidung wird früher oder später getroffen werden müssen – lieber früher als später, denn es zehrt an mir und frisst mich (und einige andere) schlichtweg auf. Der erste Schnitt ist getan – und auch wenn es nur um die eigene Frisur geht und dies nur teilweise befreiend wirkt, könnte es durchaus für etwas Neues stehen, für eine neue Phase oder einen neuen Ansatz! Das ist unerlässlich und mag kompromisslos erscheinen, aber es ist irgendwie der einzige Weg, wieder mit sich selbst im Reinen zu sein: Der derzeitige Zustand ist keiner, den ich langfristig ertragen kann, will oder werde - in meinem Sinne, im Sinne meiner Familie und all derer, die mit dem richtigen Mindset diese Art der Challenge mit mir teilen! Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 25. April 2025.
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                <h3 id="manchmal-sind-die-dinge-und-tatsachen-anders-als-sie-mal-vor-einiger-zeit-versprochen-wurden-manchmal-ärgert-man-sich-über-veränderungen-die-eigentlich-keine-sein-sollten--und-manchmal-ist-man-einfach-müde-und-braucht-eine-pause-zeit-für-einen-kleinen-spontaner-gedankengang">Manchmal sind die Dinge und Tatsachen anders, als sie mal vor einiger Zeit versprochen wurden. Manchmal ärgert man sich über Veränderungen, die eigentlich keine sein sollten – und manchmal ist man einfach müde und braucht eine Pause: Zeit für einen kleinen spontaner Gedankengang!</h3>
<p>Wenn man etwas verändern will, hört man gerne zu. Man ist begeistert von der neuen Aufgabe und lässt sich vom Reiz des Neuen einfach mitreißen. Ich habe schon immer genossen, Dinge nachhaltig aufzubauen - ich bin kein Verwaltungsmensch, das überlasse ich lieber anderen. Aber wenn sich herausstellt, dass das Verwalten oder Festhalten am Alten gewollter ist als eine längst überfällige und notwendige umfassende Veränderung – was wird dann aus der eigentlichen Aufgabe, über die ich vor drei Jahren ebenfalls an der dänischen Küste nachgedacht habe?</p><p>Wenn regionale Aufteilungen nicht den Himmelsrichtungen entsprechen (oder das verspätet umgesetzt wird), wenn zwei moderne Teams nicht das tun dürfen, was sie auszeichnet und was funktioniert, wenn die Geschäftsmodelle von „gestern“ immer noch allgegenwärtig sind und Entscheidungsträger sich mit „Ja-Sagern“ umgeben, die diese Geschäftsmodelle bewusst aufrechterhalten – ist es dann nicht an der Zeit, meine eigene Rolle zu hinterfragen? Warum erlaubt man es den Mitarbeitern nicht, kundenorientiert zu arbeiten und die jeweiligen Silos endlich abzubauen?</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/11/strasse_nach_hvide_sande.jpg" alt="Image description" width="900" height="1200" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/11/responsive/strasse_nach_hvide_sande-lg.webp 1024w"></figure><p>Ich weiß nicht, was morgen sein wird, aber ich will nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen. Keine extremen regionalen „Clash of Cultures“ mehr und keine Unterschiede aufgrund eines vernachlässigten (oder ignorierten!) PMI-Prozesses. Keine Menschen mehr, die ihren Zenit bereits überschritten haben und immer noch Einfluss nehmen dürfen – und das Unternehmen dennoch überhaupt nicht voranbringen oder es sogar bremsen. Ein Zeichen, dass die Aufgabe, für die man eingestellt wurde, immer noch gefragt ist: Ein Bekenntnis zum modernen Business der 2020er Jahre! Ein Schnitt, eine finale Entscheidung wird früher oder später getroffen werden müssen – lieber früher als später, denn es zehrt an mir und frisst mich (und einige andere) schlichtweg auf.</p><p>Der erste Schnitt ist getan – und auch wenn es nur um die eigene Frisur geht und dies nur teilweise befreiend wirkt, könnte es durchaus für etwas Neues stehen, für eine neue Phase oder einen neuen Ansatz! Das ist unerlässlich und mag kompromisslos erscheinen, aber es ist irgendwie der einzige Weg, wieder mit sich selbst im Reinen zu sein: Der derzeitige Zustand ist keiner, den ich langfristig ertragen kann, will oder werde - in meinem Sinne, im Sinne meiner Familie und all derer, die mit dem richtigen Mindset diese Art der Challenge mit mir teilen!</p><p><em><strong>Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 25. April 2025.</strong></em></p>
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        <title>Der Mammutmarsch Ruhrgebiet 2026</title>
        <author>
            <name>Oliver Pifferi</name>
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        <updated>2026-04-26T11:46:00+02:00</updated>
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                    Du bist keine Schönheit Vor Arbeit ganz grau Liebst dich ohne Schminke Bist ‘ne ehrliche Haut, leider total verbaut Aber grade das macht dich aus Sang Herbert Grönemeyer bereits 1984 und auch wenn es hier eher um Bochum als Stadt ging, steht der Song bis heute als Pate für das Ruhrgebiet. Während meine Liebe dieser Tage dem hohen Norden ausserhalb Deutschland gilt, so schlägt das Herz doch nach wie vor noch für die alte Heimat, eben „tief im Westen“. Was liegt da also näher, um nach dem ersten Nachtmammut im letzten Jahr nun auch 42 km langen Mammutmarsch durch das Ruhrgebiet also auch am hellichten Tag zu absolvieren? Gesagt getan - Aufstehen um 4 Uhr morgens, Abfahrt um 04:30 Uhr, Ankunft und Check-In um 5:15 Uhr und der Start um 06:15: Eine Strecke, mehrere geplante Etappen, ein Ziel, eine gemeinsame Story, simples Teamwork - anders als es im Alltag oft gegeben ist und gepaart mit der ehrlichen und offenen Art der Menschen hier! Perfekt organisiert, durchgetaktet und mit den jeweiligen Versorgungspunkten, die - je nach aktueller Herausforderung - die Teilziele abgehakt und Möglichkeit zum Durchschnaufen gegeben haben. Der ein oder andere private Gedanke - auch gepaart mit Traurigkeit an gewissen Etappen meines alten Wohnorts - gesellte sich dazu, denn bei allen sportlichen Aktivitäten und Zielen betrifft es am Ende auch den Menschen. Der Weg ist das Ziel und wer weiß - die Challenge steht nun wirklich an: 50 km, der nächste Schritt. In der (mittlerweile) zweiten Heimat Dänemark - also im ebenfalls ehrlichen und hohen Norden. Bei Nacht. Wieso nicht? Wie auch im Alltag braucht man klare Ziele, einen roten Faden (eben die Strategie!) und die passenden Leute für die Mission und für ein garantiertes Outcome - auch wenn es weh tut, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Auch diese 42 km haben wir erfolgreich hinter uns gebracht!
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                <blockquote>
<p>Du bist keine Schönheit
Vor Arbeit ganz grau
Liebst dich ohne Schminke
Bist ‘ne ehrliche Haut, leider total verbaut
Aber grade das macht dich aus</p></blockquote>
<p>Sang Herbert Grönemeyer bereits 1984 und auch wenn es hier eher um Bochum als Stadt ging, steht der Song bis heute als Pate für das Ruhrgebiet. Während meine Liebe dieser Tage dem hohen Norden ausserhalb Deutschland gilt, so schlägt das Herz doch nach wie vor noch für die alte Heimat, eben „tief im Westen“. Was liegt da also näher, um nach dem ersten Nachtmammut im letzten Jahr nun auch 42 km langen <a href="https://mammutmarsch.de">Mammutmarsch</a> durch das Ruhrgebiet also auch am hellichten Tag zu absolvieren?</p><figure class="post__image"><img src="https://blog.pifferi.net/media/posts/6/img_0369.jpeg" alt="Image description" width="1440" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0369-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0369-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0369-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0369-lg.webp 1024w"></figure><p>Gesagt getan - Aufstehen um 4 Uhr morgens, Abfahrt um 04:30 Uhr, Ankunft und Check-In um 5:15 Uhr und der Start um 06:15: Eine Strecke, mehrere geplante Etappen, ein Ziel, eine gemeinsame Story, simples Teamwork - anders als es im Alltag oft gegeben ist und gepaart mit der ehrlichen und offenen Art der Menschen hier! Perfekt organisiert, durchgetaktet und mit den jeweiligen Versorgungspunkten, die - je nach aktueller Herausforderung - die Teilziele abgehakt und Möglichkeit zum Durchschnaufen gegeben haben. Der ein oder andere private Gedanke - auch gepaart mit Traurigkeit an gewissen Etappen meines alten Wohnorts - gesellte sich dazu, denn bei allen sportlichen Aktivitäten und Zielen betrifft es am Ende auch den Menschen.</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/6/img_0373.jpeg" alt="Image description" width="1440" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0373-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0373-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0373-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0373-lg.webp 1024w"></figure><p>Der Weg ist das Ziel und wer weiß - die Challenge steht nun wirklich an: 50 km, der nächste Schritt. In der (mittlerweile) zweiten Heimat Dänemark - also im ebenfalls ehrlichen und hohen Norden. Bei Nacht. Wieso nicht? Wie auch im Alltag braucht man klare Ziele, einen roten Faden (eben die Strategie!) und die passenden Leute für die Mission und für ein garantiertes Outcome - auch wenn es weh tut, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Auch diese 42 km haben wir erfolgreich hinter uns gebracht!</p><figure class="post__image"><img loading="lazy" src="https://blog.pifferi.net/media/posts/6/img_0414.jpeg" alt="Image description" width="1440" height="1920" sizes="(min-width: 920px) 703px, (min-width: 700px) calc(82vw - 35px), calc(100vw - 81px)" srcset="https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0414-xs.webp 300w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0414-sm.webp 480w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0414-md.webp 768w ,https://blog.pifferi.net/media/posts/6/responsive/img_0414-lg.webp 1024w"></figure>
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